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Warnung vor Giftpilzen im Isaan

ที่มา: DER FARANG

NAKHON RATCHASIMA: Gesundheitsbehörden im Nordosten Thailands registrierten seit Jahresbeginn Hunderte Erkrankungen durch verzehrte Wildpilze. Besonders betroffen ist die Provinz Chaiyaphum. Mediziner warnen, dass gefährliche Arten den essbaren zum Verwechseln ähnlich sehen. Herkömmliche Testmethoden zur Unterscheidung gelten als unwirksam.

Zur Regenzeit schießen im thailändischen Isaan traditionell zahlreiche Wildpilze aus dem Boden, essbare wie giftige. Dr. Sailak Phimkhao, Leiter des Amts für Krankheitsprävention und -kontrolle der Gesundheitsregion 9 mit Sitz in Nakhon Ratchasima, rief die Bevölkerung erneut zu Vorsicht auf. Wer einen Pilz nicht sicher zuordnen könne, solle ihn weder sammeln noch kaufen noch essen, so seine dringende Empfehlung.

Nach Angaben der zuständigen Epidemiologie-Abteilung wurden zwischen dem 1. Januar und dem 21. September in der Region 335 Fälle von Pilzvergiftung sowie ein Todesfall erfasst. Das berichtete Khaosod English.

Provinz Chaiyaphum am stärksten betroffen

Die mit Abstand meisten Vorfälle entfielen auf die Provinz Chaiyaphum mit 188 registrierten Fällen und dem einzigen bekannten Todesopfer. Es folgen Surin mit 65 sowie Buriram mit 58 und Nakhon Ratchasima mit 24 Erkrankungen. In diesen drei Provinzen wurde kein weiterer Todesfall gemeldet.

Auffällig ist das Profil der Betroffenen: Mehrheitlich handelt es sich um Frauen, die größte Altersgruppe stellen Menschen ab 65 Jahren, gefolgt von der Gruppe der 55- bis 64-Jährigen. Viele der Erkrankten arbeiten in der Landwirtschaft und bauen Feld- oder Gemüsekulturen an, wo sie beim Sammeln häufiger mit Wildpilzen in Berührung kommen.

Giftige Amanita-Arten kaum von essbaren Pilzen zu unterscheiden

Besondere Vorsicht gilt laut Dr. Sailak bei giftigen Amanita-Arten, die vor allem in jungem Stadium den essbaren weißen Amanita-Pilzen täuschend ähnlich sehen können. Weder Form noch Farbe noch bisherige Erfahrung mit einer Sorte böten eine verlässliche Grundlage, um Genießbarkeit einzuschätzen.

Der Mediziner warnte zudem ausdrücklich vor traditionellen Methoden, mit denen viele Menschen giftige Pilze zu erkennen glauben: das Mitkochen von Reis, Schalotten oder Knoblauch und die Beobachtung von Verfärbungen, das Eintauchen von Silberbesteck in den Kochtopf oder die Prüfung, ob Insekten oder Tiere den Pilz bereits angefressen haben. Keine dieser Methoden liefere einen zuverlässigen Hinweis auf Giftigkeit, und auch Kochen mache manche Pilzgifte nicht unschädlich, da sie hitzebeständig seien.

Richtiges Verhalten bei Verdacht auf Vergiftung

Wer nach dem Verzehr von Pilzen unter Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen oder Durchfall leidet, sollte umgehend ärztliche Hilfe suchen, statt abzuwarten, ob sich die Beschwerden von selbst bessern. Dem medizinischen Personal sollten Reste der verzehrten Pilze oder zumindest Fotos davon vorgelegt werden, um die Bestimmung zu erleichtern. Wer gemeinsam mit anderen von derselben Quelle gegessen hat, sollte diese ebenfalls informieren, damit sie auf mögliche Symptome achten. Von Erbrechen provozierenden Maßnahmen wie dem Finger im Hals oder dem Trinken von rohem Eiweiß raten die Behörden ab, da dies zu Erstickung und weiteren Komplikationen führen kann. Bei Notfällen steht die Hotline der Abteilung für Krankheitskontrolle unter der Nummer 1422 zur Verfügung.

Die Gesundheitsbehörden empfehlen grundsätzlich, ausschließlich Pilze aus kontrolliertem Anbau zu kaufen und auf das Sammeln unbekannter Wildpilze zu verzichten. Gewarnt wird zusätzlich vor Pilzen aus Gebieten mit Chemikalieneinsatz, vor rohem oder ungenügend gegartem Verzehr sowie vor der Kombination mit Alkohol, da manche Pilzarten dabei zusätzliche Reaktionen im Körper auslösen können. Da die Regenzeit im Isaan erst im November endet, dürfte die Zahl der Vergiftungsfälle nach Einschätzung der Behörde in den kommenden Wochen weiter steigen.

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