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Blitzschlag tötet junge Golferin

ที่มา: DER FARANG

CHACHOENGSAO Eine 15-jährige thailändische Nachwuchsgolferin ist am Montag (2. November 2026) an den Folgen eines Blitzschlags gestorben, den sie am Vortag während eines Jugendgolfturniers in der Provinz Chachoengsao erlitten hatte. Die Familie von Aeyavarin „Aeya“ Pradubyart erhebt schwere Vorwürfe gegen die Veranstalter. Demnach sei das Turnier trotz mehrerer Blitzeinschläge fortgesetzt worden. Zudem habe ein fehlender Rettungswagen den Transport ins Krankenhaus verzögert.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag (1. November 2026) gegen 16.00 Uhr auf einem Golfplatz an der Ongkharak–Bang Nam Priao Road im Unterbezirk Don Ko Ka des Bezirks Bang Nam Priao. Neben der Jugendlichen wurde auch eine 31-jährige Caddie verletzt, die weiterhin unter engmaschiger medizinischer Beobachtung steht.

Als Rettungskräfte am Unglücksort eintrafen, war die 15-Jährige bewusstlos und zeigte keine Lebenszeichen mehr. Durch Wiederbelebungsmaßnahmen gelang es den Helfern, ihren Herzschlag wiederherzustellen. Anschließend wurde sie zunächst ins Krankenhaus Bang Nam Priao und später zur weiteren Behandlung ins Buddhasothorn Hospital verlegt. Nach Angaben ihrer Familie hatte ihr Herz nahezu eine Stunde lang stillgestanden. Trotz intensiver medizinischer Bemühungen blieb ihr Zustand kritisch.

Mutter erhebt Vorwürfe gegen Veranstalter

Die 49-jährige Mutter Natcha berichtete, bereits gegen 15.00 Uhr einen Blitzeinschlag in der Nähe einer Baumreihe am Golfplatz bemerkt zu haben. Weitere Blitze seien gefolgt, während die jungen Teilnehmer das Turnier fortgesetzt hätten. Erst nach einem weiteren heftigen Einschlag und einsetzendem Starkregen hätten die Verantwortlichen den Wettbewerb unterbrochen und Fahrzeuge zur Abholung der Spieler organisiert.

Als mehrere Teilnehmer der Gruppe ihrer Tochter zurückkehrten, fehlte Aeya. Auf Nachfrage erhielt die Mutter zunächst die Auskunft, dass sich ihre Tochter hingelegt habe. Sie nahm deshalb an, dass sich das Mädchen in einem Unterstand ausruhe. Kurz darauf erfuhr sie, dass ein Kind vom Blitz getroffen worden war. Als sie feststellte, dass es sich um ihre Tochter handelte, eilte sie zu ihr.

Aeya war inzwischen in einen Ruhebereich gebracht worden, wo Ersthelfer sie versorgten. Ihre Mutter berichtete von deutlichen Rötungen im Gesicht und am Körper sowie unkontrollierten Muskelbewegungen. Anschließend habe ihre Tochter erneut das Bewusstsein verloren. Später hätten ihr die behandelnden Ärzte mitgeteilt, dass Aeya nicht mehr zu retten sei.

Großmutter kritisiert fehlenden Rettungswagen

Auch die 67-jährige Großmutter Aphorn äußerte Kritik am Ablauf des Turniers. Ihrer Darstellung zufolge hatte Aeya seit etwa 11.00 Uhr gespielt und befand sich mit drei bis vier weiteren Golfern und einer Caddie auf dem Platz. Trotz zweier vorheriger Blitzeinschläge sei der Wettbewerb nicht abgebrochen worden. Beim dritten Einschlag habe sich ihre Enkelin am elften Loch befunden.

Die Großmutter vermutete, dass die Organisatoren das Turnier möglicherweise noch schnell zu Ende bringen wollten. Eine Erklärung für die Fortsetzung des Spielbetriebs habe sie jedoch nicht erhalten.

Nach ihren Angaben erlitt Aeya Verbrennungen an der rechten Kopfseite sowie an Armen, Beinen und Oberkörper. Ihre Golfkappe sei durch die Wucht des Blitzschlags zerrissen worden. Besonders kritisierte Aphorn, dass auf dem Golfplatz offenbar kein Rettungswagen bereitgestanden habe und dadurch wertvolle Zeit bis zum Transport ins Krankenhaus verloren gegangen sei. Eine Stellungnahme der Turnierveranstalter zu den Vorwürfen lag zunächst nicht vor.

Nachwuchstalent aus Chonburi verstorben

Aeya galt als talentierte Nachwuchsgolferin und hatte bereits mehrere Auszeichnungen bei regionalen Wettbewerben gewonnen. Aufgrund ihrer sportlichen Leistungen war sie als Reservespielerin für die Golfauswahl der Provinz Chonburi nominiert worden.

Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich in der Nacht zum Montag weiter. Während die Ärzte versuchten, ihre lebenswichtigen Körperfunktionen medikamentös aufrechtzuerhalten, befand sich ihr Vater auf der Rückreise aus Myanmar, wo er beruflich tätig war. Er erreichte das Krankenhaus am Montagmorgen und konnte sich noch von seiner Tochter verabschieden, bevor sie wenig später starb.

Am Montag holte die Mutter den Leichnam ihrer Tochter aus der Rechtsmedizin des Buddhasothorn Hospital ab. Die islamischen Bestattungsriten sollen in der Darul-Ibadah-Moschee an der Sukhumvit Road in Pattaya Klang stattfinden.

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